Beschreibung
der technischen Untersuchungen in unserer Praxis:
Schlaf-Apnoe-screening
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Lautes
Schnarchen, das schon so manche Ehefrau aus dem Schlafzimmer
vertrieben hat, Atempausen während des Schnarchens und Folgeerscheinungen
am nächsten Tag wie Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, ständige
Müdigkeit, Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit wie insbesondere
des Kurzzeitgedächtnisses, Stimmungsschwankungen sowie plötzliche
Einschlafneigung z.B. beim Telefonieren und am Steuer sind typische
Anzeichen für eine Schlaf-Apnoe.
"Ich
musste im Auto vor einer geschlossenen Bahnschranke warten;
und als die Schranke wieder hochging, war ich eingeschlafen
und der Verkehr floss an mir vorbei; war mir sehr peinlich."
- "Auf längeren Autofahrten muss ich immer wieder rechts heran
fahren und für 10 Minuten ein Nickerchen machen, sonst schlafe
ich am Steuer ein."
Ursachen
dieser Atemstillstände im Schlaf sind eine Erschlaffung der
Rachenmuskulatur, die eigentlich beim Einatmen die Luftpassage
durch die Enge des Rachens garantieren sollte sowie ein mechanischer
Verschluss der Atemöffnung durch Rachen-Weichteile.
Insbesondere
bei übergewichtigen Männern und Menschen mit zurückweichendem
Unterkiefer, nach abendlichem Alkoholgenuss und Schlafmitteln
sowie nach späten Malzeiten aber auch gelegentlich bei jüngeren
Personen ohne diese speziellen Voraussetzungen kommt es als
Steigerung des Schnarchens beim Einatmen zu einem ventilartigen
Verschluss der Atemwege im Rachenbereich. Dabei verschließen
der zurückgleitende Zungengrund, die erschlafften Rachenwände
sowie der Kehldeckel die Stimmritze und erzeugen so einen ungewollten,
kompletten Atemstillstand - trotz der normalen Atempump-Bewegungen
des Brustkorbes und Zwerchfelles. Frauen sind von dieser Erkrankung
zumeist erst nach der Menopause betroffen.
Der
absinkende Sauerstoffgehalt des Blutes bewirkt über eine Erstickungs-Alarmreaktion
des Atemzentrums dann einige zumeist laute, tiefe, röchelnde
Schnarch-Züge, häufig folgt darauf jedoch unmittelbar die nächste
Apnoe-Phase. Atemstillstände und lautes, kurzes Schnarchen wechseln
sich dann periodisch alle 1 1/2- 2 min über bis zu mehreren
Stunden ab.
Schon
während der Nacht leiden die Betroffenen an Albträumen, Nachtschweiß
und angstvollem Aufschrecken. Es fehlt nicht nur der erholsame
Schlaf, sondern es drohen infolge des Sauerstoffmangels des
Herzens und Gehirnes auch Folgeerscheinungen wie Bluthochdruck,
Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzmuskelschwäche, Impotenz und
Persönlichkeitsveränderungen.
Das
Ausmaß und die Gefährdung durch diese Erkrankung messen wir
durch eine Erfassung und Auswertung der nächtlichen Atmung und
Sauerstoffversorgung. Dazu trägt der Patient in der Messnacht
zu Hause 2 elektronische Messfühler auf der Haut im Gesicht
und an der Hand. Am nächsten Tag werten wir die gesammelten
Messdaten aus und treffen -je nach Schwere der Erkrankung- Verhaltensmaßnahmen
oder führen weitergehende Untersuchungen im Schlaflabor
mit anschließender Schulung an Geräten zur Schlaf-Apnoe-Therapie
durch.
Danach
führen wir auch die Nachsorge im Rahmen der Langzeit-Betreuung
der Schlaf-Apnoe-Patienten durch.
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