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Asthma bronchiale
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Asthma
entsteht aus einer krankhaften Entzündung der Bronchialschleimhaut,
die das Röhrensystem der Bronchien in der Lunge von innen
auskleidet.
Mit
Entzündung reagiert ein Organismus auf das Eindringen von
Krankheitserregern z.B. in die Haut oder die Mandeln. Blutzellen
zur Keimabwehr wandern in das Gewebe ein und bilden Entzündungsenzyme
mit folgender Rötung und Schwellung des Organes. Bei Asthma
erfolgt eine krankhafte und organschädigende Entzündung
der Bronchien auch ohne oder noch nach der Einwirkung von Krankheitserregern.
Das
Bronchialsystem reagiert nun auf diese Entzündung:
1.
Die Bronchien verengen sich durch eine krampfartige
Verspannung der spiralförmig in den Bronchialwänden
angeordneten Muskelfasern.
2. Die Bronchialschleimhaut schwillt an und bewirkt so
eine weitere Verengung der Bronchien.
3. Bildung von vermehrtem klarem, zäherem
Bronchialschleim.
4. Störung der Flimmerhärchen, die als Reinigungssystem
auf der inneren Bronchialoberfläche den
natürlichen
Bronchialschleim mundwärts ableiten.
5. Störung der natürlichen Immunabwehr gegen
Krankheitskeime.
Es
entstehen Husten, zumeist heller Auswurf sowie teils länger
bestehende und anfallartige Atemnot mit pfeifendem Atemgeräusch
in Ruheposition und/ oder bei körperlicher Belastung.
Diese zumeist langwierige und über Jahre verlaufende Erkrankung
ist in ihren Ursprüngen häufig vererbt und kommt durch
äußere Reize wie z.B. eine Bronchitis im Anschluß
an eine Erkältung oder Grippe, durch Allergien z.B. gegen
Blütenpollen, Hausstaubmilben, Haustiere oder seltener
Chemikalien, durch klimatische Einflüsse wie Nässe
und Kälte, durch seelische Belastungen sowie gelegentlich
auch ohne erkennbaren Anlass zum Ausbruch.
Typische
Auslöser der einzelnen Anfälle sind dann Reizstoffe
in der Atemluft wie z.B. Autoabgase, Tabakrauch, Lösungsmittel
von Farb- und Klebstoffen, Sprays, Duftstoffe und körperliche
Belastungen insbesondere in kalter Luft. Auch nachts zwischen
2.00 und 4.00 Uhr tritt oft Atemnot auf, da der natürliche
Asthmaschutz durch die körpereigenen Hormone Cortisol und
Adrenalin im Blut infolge der Tages-Nacht-Schwankungen nachlässt.
Zur
Erkennung dieser Erkrankung und der bei Ihnen vorliegenden Ursachen
und Auslöser sowie zur Einleitung der auf Sie persönlich
abgestimmten Behandlung führen wir die notwendigen Untersuchungen
durch.
Asthma
hat meistens einen chronischen, d.h. über Jahre dauernden
Verlauf und bedarf daher einer regelmäßigen täglichen
Dauermedikation.
Ziele
einer modernen Asthma-Behandlung sind:
1. Besserung bzw. Aufheben der täglichen Beschwerden,
2. Verhinderung von Asthma-Anfällen,
3. Wiederherstellung der körperlichen Belastbarkeit,
4. Linderung der Überempfindlichkeit gegenüber
Reizstoffen in der Atemluft und der höheren
Erkältungsanfälligkeit der Bronchien.
5. Begrenzung bzw. Rückbildung der krankheitstypischen
entzündlichen Veränderungen der
Bronchialschleimhaut
mit Folgeerscheinungen
wie:
a: Bindegewebig-narbige Umbauvorgänge
der
Bronchialschleimhaut mit
Einbußen der Elastizität
und zunehmend schlechterer
Behandlungsmöglichkeit.
b: Überdehnung und Uberblähung der
Lungenbläschen
durch die längerfristige
Druckbelastung;
"Emphysem".
c: Störungen des Blutkreislaufes in der
Lunge und
dadurch Be- und Uberlastung
des Herzens.
Die
Asthma-Behandlung erfolgt gleichzeitig durch 2 unterschiedliche
Wirkmechanismen, die sich gegenseitig ergänzen und verstärken.
1. Eine regelmäßige, entzündungshemmende, langwirksame
Basistherapie (am wirkungsvollsten mit unserem
natürlichen Hormon Cortisol, das zur
schonenden
Inhalation in minimalen Dosen besonders
weiterentwickelt wurde; ergän-zend z.B.
-auch
Einsatz von Leukotrien-Antagonisten als Tabletten.)
2. Eine ebenfalls regelmäßige langwirksame, inhalative,
bronchialerweiternde Medikamentengabe ( Salmenterol,
Formenterol, Wirkung etwa 14 Std.).
3. Bei Atemnot oder vor Belastung ein kurz und schnell
wirksames zusätzliches bronchialerweiterndes
Medikament, das bei leichtem Asthma häufig
schon
allein ausreichend ist.
4. Bronchialerweiternd und entzündungshemmend durch
Theophyllin-Tabletten.
Je
nach Schweregrad des Asthmas behandelt man möglichst nur
durch Inhalation der Medikamente z.B. mittels Asthmaspray oder
Pulver-lnhalat. Durch minimale Medikamentendosen fast nur auf
der Bronchialschleimhaut erfolgt eine gute Wirkung in der Regel
ohne Nebenwirkung auch bei Langzeittherapie.
Bei schwerem Asthma regelmäßig oder bei Bronchitis
mit Zunahme der Atemnot für jeweils 3 bis 7 Tage ist eine
zusätzliche Tabletteneinnahme notwendig.
Die
Dosis der Langzeitmedikation orientiert sich an der notwendigen
Mindestgrenze der Behandlung. Diese soll regelmäßig
und dauerhaft nach Vorschrift eingenommen werden, und entsprechende
Dosisänderungen bitten wir nur nach Rücksprache mit
dem Hausarzt oder uns vorzunehmen.
Zum weiteren Verständnis der Erkrankung sowie zum Erlernen
der richtigen Verhaltensweisen einer erfolgreichen Behandlung
und einer besseren Lebensqualität bei Asthma führen
wir eine Asthmaschulung durch.
Die Arzthelferin am Empfang nimmt Ihre Anmeldung gerne entgegen.
Die
weitere und bei dieser Erkrankung regelmäßig notwendige
ärztliche Betreuung übernimmt Ihr Hausarzt. Dieser
entscheidet auch über Dosisänderungen und evtl. notwendige
Zwischenuntersuchungen beim Lungenfacharzt.
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